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Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde im 18. Jahrhundert geprägt:

  • Hans Carl von Carlowitz schrieb im Jahr 1713 das Werk „Sylvicultura Oeconomica“: In diesem trug er bestehendes Wissen und eigene Erfahrungen über die Forstwirtschaft zusammen. Es entstand vor dem Hintergrund einer „Energiekrise“: Im Erzgebirge, das zu dieser Zeit eine der größten Regionen Europas war, in der in Erze abgebaut und verarbeitet wurde, wurde das Holz knapp. Denn das Hüttenwesen benötigte große Mengen an Holz, um die nötige Energie zu erzeugen. Die Bevölkerung nahm stark zu – und somit wuchsen auch die Städte; und für den Städtebau wurde ebenfalls Holz als Baumaterial benötigt. Von Carlowitz forderte, mit der Natur respektvoll und pfleglich umzugehen – denn will man dauerhaft vom Wald leben, darf nur so viel Holz in einem Jahr geschlagen werden, wie in dieser Zeit auch nachwachsen kann.

Im 20. Jahrhundert beschleunigte sich die Thematisierung von Nachhaltigkeit:

  • Der Club of Rome geht zurück auf die Idee von Aurelio Peccei (ein Mitglied der Firmenleitung  von Fiat und Olivetti) und Alexander King, (Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei der OECD). 1972 wurde die Studie „Die Grenzen des Wachstums“ über die Zukunft der Weltwirtschaft vorgestellt. Mittels Computersimulationen wurde berechnet, wie Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensraum global wirken. Schlussfolgerung war, dass die absolute Wachstumsgrenze der Erde in den nächsten 100 Jahren erreicht würde, wenn die „gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält“ (Meadows 1972: 17).
  • Der sogenannte Brundlandt-Bericht von 1987 (benannt nach der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin, die in der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen den Vorsitz hatte) hatte den Titel: „Unsere gemeinsame Zukunft“ und ist für die Prägung des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung bekannt: „Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ (Hauff 1987: 51). Nachhaltige Entwicklung wird in einer globalen Dimension verstanden: Industrie- wie Entwicklungs- und Schwellenländer sollen die gleichen Chancen haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen – in der Gegenwart, aber auch die zukünftigen Generationen sollen diese Chancen haben.
  • In Rio de Janeiro tagte 1992 die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, bei der sich 178 Nationen zum Leitbild nachhaltiger Entwicklung verpflichteten. Die im Rahmen der Konferenz vereinbarte Agenda 21 ist ein Maßnahmenpaket, welches international und national wirken soll. Die Umsetzung in Gemeinden und Kommunen soll durch die Lokale Agenda 21 erarbeitet werden. 2002 gab es einen Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, bei dem allerdings festgestellt wurde, dass die Erfolge der Lokalen Agenda 21 nur mittelmäßig seien.

Link Reader zum Thema Nachhaltigkeit:

www.nachhaltigkeit.info/media/1434968330phpwNlq2d.pdf