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CSR-Richtlinie und Nachhaltigkeitsberichterstattung

Worum geht es bei der CSR-Richtlinie der EU?

Die Bundesregierung hat am 21.09.2016 den vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung in Unternehmen (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) beschlossen. Mit diesem Gesetzesentwurf soll die Richtlinie 2014/95/EU der Europäischen Union in nationales Recht umgesetzt werden. Das neue Gesetz trifft große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 40 Mio. Euro oder einer Bilanzsumme von mehr als 20 Mio. Euro. Mit der angestrebten Berichtspflicht sollen Share- und Stakeholder Einblicke in die Managementstrategien der Unternehmen erlangen. So wird gefordert über die Risiken und Folgen unter ökologischen, sozialen und mitarbeiterrelevanten Aspekten zu berichten.


Inhaltliche Vorgaben werden sowohl in der Richtlinie als auch im deutschen Umsetzungsgesetz nicht gemacht. Lediglich fünf Bereiche sollen im Bericht enthalten sein. Dabei kann ein Unternehmen sich für einzelne Bereiche zwar auf den Wettbewerbsschutz zurückziehen und gewisse Informationen bewusst nicht nennen; eine Erklärung der Umstände nach dem sog. "Comply or Explain"-Grundsatz, ist dann aber notwendig.
Dies fünf Belange sind:
http://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de (Der DNK bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungen, der von Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann.)

 

  1. Umweltbelange (Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Luftverschmutzung, Energienutzung, Schutz der biologischen Vielfalt)
  2. Arbeitnehmerbelange (Geschlechtergleichstellung, Arbeitsbedingungen, Umsetzung der ILO-Übereinkommen, Achtung der Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften, Gesundheitsschutz, Sicherheit am Arbeitsplatz)
  3. Sozialbelange (Dialog auf kommunaler/regionaler Ebene, Schutz und Entwicklung lokaler Gemeinschaften)
  4. Menschenrechte
  5. Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Der Rat für nachhaltige Entwicklung geht davon aus, dass Unternehmen, die Nachhaltigkeitsberichte (z.B. nach GRI oder DNK) erstellen, der CSR-Berichtspflicht genüge tut. Die Berichterstattung kann dabei für sich stehend vorgenommen werden, oder aber in den Lagebericht integriert werden.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

 

http://www.csr-in-deutschland.de (Allgemeine Informationen der Bundesregierung)

Was plant die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit?

Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit wird sich dem Thema intensiv widmen und die Unternehmen in Niedersachsen auf die Berichtspflicht vorbereiten. Insbesondere geht es einerseits darum, die gesetzlich verpflichteten Unternehmen dabei zu unterstützen, qualitativ hochwertige Berichte zu entwerfen. Andererseits gehen wir davon aus, dass durch die Lieferketten auch kleinere Unternehmen (bspw. im code of conduct) von der Berichtspflicht betroffen sein werden. Daher wollen wir diese Unternehmen besonders auf ihrem Weg zum CSR-Report begleiten und unterstützen.

Mehr zu konkreten Projekten erfahren Sie an dieser Stelle in Kürze.

Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Global Reporting Index:
www.globalreporting.org/Pages/resource-library.aspx

UN-Global Compact:
www.globalcompact.de

Deutscher Nachhaltigkeitskodex:
www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de

OECD Richtlinien für multinationale Unternehmen:
www.oecd.org/corporate/mne/

ISO 26000:
www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/csr_iso26000_broschuere_bf.pdf

Zertifizierung sozialer Nachhaltigkeit

Audit für Beruf und Familie:
www.beruf-und-familie.de

Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb:
www.demografieagentur.de/zertifikat.html

Zertifizierung ökologischer Nachhaltigkeit

Eco-Management and Audit Scheme (EMAS):
www.emas.de