Partner für nachhaltigen Erfolg.

Oder: Es geht darum, wie Gewinne erwirtschaftet werden und nicht, wie Gewinne verwendet werden.

Nachhaltigkeit in Unternehmen wird in der Regel mit Corporate Social Responsibility gleichgesetzt. CSR wirkt, wenn es konsequent, umfassend und kontinuierlich angewendet wird, in der Tat nachhaltig. Aber es gibt auch zahlreiche Unternehmen die Nachhaltigkeit leben, es aber nicht CSR nennen. Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen nennen das, was unter Nachhaltigkeit verstanden wird, gar nicht Nachhaltigkeit. Sondern z. B. Verbundenheit mit der Region, Verantwortung für die Umwelt, Traditionsbewusstsein und gemeinschaftliches Leben mit der Nachbarschaft.

CSR ist ein Managementkonzept mit einer internen und einer externen Dimension, das Unternehmen anwenden können: Unternehmen sind frei zu entscheiden, wie intensiv und umfassend sie das Konzept umsetzen. Die externe Dimension bezieht sich darauf, was Unternehmen für die Umwelt (z.B. Umweltstiftungen gründen oder unterstützen) oder die Gesellschaft (z.B. einen Fußballverein sponsern oder der örtlichen Kita bei der Gestaltung des neuen Spielplatzes unter die Arme greifen). Ebenso geht es um den Umgang mit Geschäftspartnern, mit Zulieferern und Kunden, der globale Umweltschutz und die Beachtung der Menschenrechte weltweit. Die interne Dimension richtet sich konkret auf Lebenslanges Lernen, Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeits- und Gesundheitsschutz, den betrieblichen Umweltschutz und die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen.

Weiterführende Informationen im Lexikon der Nachhaltigkeit:

www.nachhaltigkeit.info/artikel/corporate_social_responsibility_unternehmerische_1499.htm

 

Das nachhaltige Unternehmen

Damit ein Unternehmen umfassend nachhaltig agieren kann, ist aber nicht nur die Beachtung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen nötig. Die Rahmenbedingungen die ein Unternehmen zu einem nachhaltigen Unternehmen machen, beschreibt Sigurt Vitols (2011) folgendermaßen:

  • Es braucht Nachhaltigkeitsziele und eine Nachhaltigkeitsstrategie, um Geschäftsprozesse darauf auszurichten.
  • Geduldiges Kapital, d.h. langfristige und verantwortliche Investitionen, nehmen nicht nur ökonomische Aspekte in den Blick, sondern auch soziale und ökologische Auswirkungen.
  • Die Entlohnung von Unternehmensvorständen orientiert sich daran, wie gut die Nachhaltigkeitsziele erreicht wurden.
  • Es gibt eine transparente Berichterstattung zu finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen, die es ermöglicht, die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu überprüfen.
  • Stakeholder (anspruchsberechtigte Akteure) sollen im Unternehmen gehört werden – Beschäftigte haben in Deutschland beispielsweise über Aufsichtsräte und die betriebliche Interessenvertretung Möglichkeiten dazu.
  • Ein Stakeholder-Ansatz orientiert sich nicht nur am Aktienpreis – sondern auch an nicht-finanziellen Kennzahlen (s.o.)

Link zu Sigurt Vitols (2011) - Englisch: The Sustainable Company (Kapitel 2, S.15-37)

www.etui.org/content/download/7948/74890/file/11+BookThe+Sustainable+Company++Web+Version.pdf