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Impulsberatung für KMU "Material- und Energieeffizienz"

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bietet ab dem 01.06.2017 in enger Kooperation mit den regionalen Wirtschaftsförderungen, den IHK und Handwerkskammern sowie den regionalen Energieagenturen kostenfreie Impulsberatungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an. Der Schwerpunkt dieser Beratungen liegt auf der Material- und Energieeffizienz. Ein Angebot für Impulsberatungen „Solar“ folgt im Frühsommer in zwei Pilotregionen.
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Unterstützt werden die Impulsberatungen für KMU von der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit (NAN), die federführend die Pilotphase in 2016 durchgeführt hatte. Die NAN stellt u. a. die Beratungsmappen zur Verfügung sowie eine Reihe von Faktenblättern und Checklisten.

 

Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts Impulsberatung Ressourceneffizienz

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In einer Pilotphase vom 1. September bis zum 20. Dezember 2016 wurde in 55 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Niedersachsen eine Impulsberatung zu Energie- und Materialeffizienz durchgeführt. Ziel war es, den KMU den Einstieg in einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu erleichtern, dadurch den Energie- und Material-verbrauch zu senken und somit Kosten zu reduzieren.

Die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit hatte die kostenfreien Impulsberatungen über ihre Geschäftsstelle bei der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen in Zusammenarbeit mit regionalen Wirtschaftsförderern zunächst in den Landkreisen Oldenburg, Harburg, Grafschaft Bentheim, Osnabrück, Goslar, Osterode am Harz und im Raum Braunschweig-Wolfsburg angeboten.

Projektablauf

Interessierte Unternehmen erhielten von den Wirtschaftsförderern in den genannten Regionen zunächst einen Beratungsgutschein für eine Impulsberatung. Anschließend wählten sie einen Energie- und Materialexperten aus dem Beraterpool der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit aus.

Mit diesem Berater fand ein Betriebsrundgang entlang der so genannten Prozesslandkarte des Unternehmens statt. Dabei wurden die energetischen Aspekte der Prozesse begutachtet und auch die im Unternehmen vorhandenen Querschnittstechnologien mit einbezogen. Ziel war es, in allen Bereichen mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Die Impulsberatung wurde mit einem kurzen Beratungsbericht abgeschlossen. Dieser gab Hinweise auf gering-investive Sofortmaßnahmen sowie auf mögliche weiterführende Maßnahmen und sinnvolle Fördermöglichkeiten. Die Unternehmen erhielten zudem Faktenblätter und Checklisten zu den Themen Energie- und Materialeffizienz an die Hand.

Hohe Beteiligung

Auswertung der Pilotphase
Nach Abschluss der Pilotphase wurden im Januar 2017 zunächst die Bewertungsbögen der teilnehmenden Unternehmen ausgewertet und die Ergebnisse in anschließenden Telefoninterviews vertieft. Ein Evaluationsworkshop am 30. Januar 2017 führte die Erkenntnisse zusammen. Die Beteiligung von Unternehmen und regionalen Wirtschaftsförderern war sehr hoch, so dass eine gute Analyse der Impulsberatungen Ressourceneffizienz möglich ist.

Viele Teilnehmer aus kleinen Unternehmen
Die 55 beratenen KMU gehörten mehrheitlich dem verarbeitenden Gewerbe an (76 Prozent), insbesondere aus den Bereichen Maschinenbau und Herstellung von Metallerzeugnissen. Die Unternehmensgröße variierte ebenfalls deutlich, wobei zwei Drittel davon zu den kleinen Unternehmen mit 11-50 Mitarbeitern zählten.

Unter die Lupe genommen
Im Mittelpunkt der Impulsberatungen stand die Betrachtung der Energieeffizienz. Rund 60 Prozent der Befragten nannten dies als ihren Schwerpunkt, für 17 Prozent war der Blick auf die Materialeffizienz relevanter. Einem Fünftel der Unternehmen waren beide Komplexe gleich wichtig. Im Einzelnen fokussierten sich die Beratungen auf die Teilbereiche Gebäudehülle, Energiebereitstellung und -umwandlung, Logistik und Lager sowie die Prozesskette insgesamt.

Viele Potenziale analysiert
Im Ergebnis wurden eine Reihe von Optimierungsmöglichkeiten identifiziert. Bei den Gebäuden reichten sie von der Dämmung, über die Erneuerung der Heizungsanlagen bis hin zu energieeffizienter Lagerhaltung z. B. durch eine Dämmung zwischen Kühl- und Nichtkühlbereichen. Bei den Prozessen konzentrierten sie sich auf die Produktionsgestaltung, die Organisation der Arbeitssabläufe sowie auf die Überprüfung der Druckluftaufbereitung.

Fazit

Die beteiligten Unternehmen bewerteten die Impulsberatungen insgesamt sehr positiv. Die Beratung wurde als „informativ, kompetent und hilfreich“ empfunden. Die Unternehmer sahen es als Gewinn an, dass die Abläufe im Unternehmen von einem externen neutralen Betrachter bewertet wurden und somit auch neue Ideen für Effizienzmaßnahmen entwickelt wurden.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Angebot „Impulsberatungen Ressourceneffizienz“ für Unternehmen unbedingt fortgesetzt werden sollte.